im Weltbiosphaerenreservat Torres del Paine
Tag 1
12.00 Uhr. Start. Endlich. Nach 4 Stunden Carfahrt in den Nationalpark. Und muehsamer doppelter Registration (Die Chilenen nehmen es auch gar genau). Wir laufen los. Zum Circuito Q. Der laengstmoeglichen Wanderung im Nationalpark Torres del Paine. Und zur Umrundung des Paine-Massivs. Im Gepaeck mit dabei, Essen fuer 12 Tage. Und alle, die wissen, wieviel wir essen, koennen sich unseren Lunchsack bildlich vorstellen.
Tag 2
Wetter immer noch traumhaft. Auf der Wanderung ins Valle del Frances kommt langsam aber sicher der Wunsch nach kurzen Hosen auf (fehlten natuerlich auf der Packliste fuer Patagonien!).
Tag 3
Camping ohne irgendwas. Das heisst Loecher graben (und fuellen). Und alle, die wissen, wieviel wir essen, koennen sich in etwa die Groesse des Loches vorstellen (Fehler Nummer 2 auf Packliste: Schaufel!).
Tag 4
Wetter nichts Neues. Immer noch stahlblau. Und heiss. Schweisstreibend. Langsam kommt unser Renninstinkt wieder zum Vorschein. Anderere Zweierteams werden ueberholt. Um den besten Platz beim naechsten Camp zu ergattern. Und vielleicht sogar in den Luxus eines wackeligen Tisches zu kommen.
Tag 5
Wir bleiben noch einen Tag laenger im gleichen Camp. Zum Nachtessen gibts schon das 3. Mal Polenta. Und weiss Gott nicht das letzte Mal. Dafuer am Fusse der beruehmten Felsnadeln Torres del Paine. Mit Sonnenuntergang zwischen den Felsen.
Tag 6
Wetter unheimlich. Noch immer schoen und heiss. Heute ist Waschtag. Die nicht gebrauchten Regenhosen werden unterdessen zu kurzen Hosen umfunktioniert. Wir werden heute von Muecken belaestigt (Fehler Nummer 3 auf Packliste: Anti-Brumm Forte).
Tag 7
Die heutige Etappe quert viele Fluesse und Sumpfgebiete. Leider ohne Bruecken. Andere Wanderer waschen unfreiwillig ihr ganzes Equipement in den reissenden Fluten. Was Elektronikartikel nicht vertragen. Wir geniessen die eiskalte Kneipp-Kur. An den Fuessen unsere treuen Crocs.
Tag 8
Einige Woelkchen trueben den blauen Himmel. Doch die Sonne scheint noch immer erbarmungslos. Regenschutz aber vorsichtshalber eine Schicht hoeher in den Rucksack gepackt. Camping vor dem grossen Pass (1200 Meter) geschlossen. Wie der Circuito eigentlich auch. Wegen Schnee. Aber das haelt uns nicht ab.
Tag 9
Wanderung laeuft heute super. Unser Terrain. Berge. Darum erwandern wir auch noch gerade den Tag 10. Beim Nachtessen halten wir uns aber zurueck. Und essen nur eine Portion Polenta (Gilt nicht fuer die Schokolade). Camping wunderschoen am See mit vorbeitreibenden Eisschollen. Toller Sonnenuntergang. Ohne Wolken. Ein australischer Chinese, inspiriert von der tollen Stimmung, springt mit Badehose von Eisscholle zu Eisscholle. Ein anderer Tourist (natuerlich ein Schweizer) fassungslos. Der holt sich bestimmt eine Erkaeltung.
Tag 10
Schnell erzaehlt, da gestern schon vorgewandert. Aber Wetter waere sicher auch schoen gewesen.
Tag 11
Regenschutz setzt langsam Staub an. Wie auch unser Zelt. Heute wandern wir aus dem Hinterland wieder zu den Touristenstroemen. Stundenlang bestaunen wir die anderen Trekker. Viele mit Gucchi-Brillen. Andere mit Stoffturnschuhen und Designer-Jeans. Wieder andere mit einem Zelt ohne Regenhuelle (Wir hoffen unterhaltungstechnisch mal auf einen Regentag).
Tag 12
Ein letztes Mal Polenta fuer die naechsten Wochen und Monate. Zur Abwechslung einmal ohne Kaese. Der ist uns naemlich ausgegangen (Zur Information: Polenta gabs nur jeden 2. Tag, neben Reis, Pasta und Stocki). Der letzte Tag ist koerperlich nicht mehr schwer. Dafuer seelisch umso mehr. Der Rucksack ist heute ohne Essen sehr leicht. Wir nehmen Abschied vom wunderbaren Nationalpark Torres del Paine.
Tag danach
Liebes Tagebuch, es regnet! Das passende Wetter zum Rueckschau halten. Und die tollen Eindruecke und Erlebnisse zu verarbeiten. Und wieder einmal in einem Restaurant etwas "Kaubares" zu essen. In einem afrikanischem Restaurant bestellt Haasi einen frischen Salat. Pez nimmt Poulet-Spiessli mit der typisch afrikanischen Beilage. Die er leider nicht versteht. Aber jetzt nie mehr vergisst. Es ist naemlich POLENTA! Wunsch an alle Zuhausegebliebenen: bitte keine afrikanischen Beilagen!
Heute in 9 Tagen
Liebes Tagebuch, wir schreiben von zuhause aus weiter... Hasta luego. los pezos Pez & Haasi
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| Torres del Paine |


6 Kommentare:
Ziel glücklich erreicht!!!!Herzliche Gratulation
Unvorstellbar diese Naturkulisse
Die Bilder sind so eindrücklich, frau fühlt sich direkt beteiligt am grandiosen Abenteuer, habe sogar den Geruch von Polenta in der Nase....(Gibts bei mir morgen ganz bestimmt)
Ich wünsche euch eine gute Heimkehr frohe Weihnachten ( ohne afrikanische Beilagen)und unendlich viel Glück und Freude im kommenden Jahr und allezeit
Liebe Grüsse vom winterlichen Napfgebiet
Maria
...es ist Mitte Dezember, draussen ist es kalt, es hat Schnee und ich lese im Lichte der hellen und warmen Leselampe "Los Pezos im Weltkulturerbe" als ein Marienkäfer heranschwirrt. Er krappelt über das Pult, den Bildschirm, schwirrt dann eine Runde, ruht sich dann aus, klettert dann auf die Tastatur...läuft weiter...und nun ist er unter dem warmen Licht der Leselampe eingeschlafen. Ich bin nicht abergläubisch...aber Marienkäfer bringen einfach Glück...ein Marienkäufer im Dezember ganz besonders. Und wie ich das zu Ende schreibe, schwirrt er davon, wie er gekommen ist. Herzlichen Dank dem Glücksbringer ...und natürlich vielen Dank für die vielen Super-Fotos und Berichte an LosPezos. "Wir schreiben zu Hause weiter"...trotzdem eure Bilder, Fotos und Berichte aus den Wunderwelten werden fehlen. Alles Gute. Bäbu.
Der letzte Bericht auf eurer Abenteuerreise, und wohl auch der letzte Kommentar aus dem Entlebuch.Denn wir freuen uns unglaublich auf die spannenden Geschichten,die ihr mitbringt im Rucksack und uns direkt in der warmen Stube und nicht virtuell auf dem Bildschirm erzählt.Die tollen Fotos und die witzigen Berichte werden uns ja wahrscheinlich dann doch wieder fehlen, wenn euch der Alltag wieder hat.
Bis bald und ganz gute Heimreise in die winterlich schöne Schweiz
Mami und Papi
Letzter Eintrag von der achtmonatigen Reise auf der Los Pezos-Homepage. Europa, Kanada und Patagonien... Auch dieses Mal ist euer Bericht spannend, lustig, fesselnd. Die Fotos sprechen mehr als tausend Worte. Ich bin überzeugt, dass schon bald der nächste Bericht online sein wird. Denn ihr werdet auch in der Schweiz wieder viele Abenteuer erleben. Käthy.
Jeepeeee! Pez und Haasi sind zurück in der Schweiz. Ich freue mich riesig. Käthy.
Heya heya, es ist schön sich mit Haasi und Pez wieder auf den Langlaufloipen zu tummeln, das super Wetter zu geniessen und feines Essen (ohne Polenta) zu verschlingen.
Judy
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