14 Juli 2008

Tour Transalp 2008

Wir haben es geschafft. Wie Bäbu bereits eindrücklich beschrieben hat, war es gar nicht so einfach. Gömmeler und dann noch Deutsche sind manchmal ganz komisch. Es ist wirklich wahr. Unsere besten Kontakte und Gespräche hatten wir mit zwei Bergler aus Italien oder zwei Mountainbiker aus Oesterreich. Der Bergführer aus Italien startete doch tatsächlich mit einem Kletterhelm. Aber damit wahnsinnig schnell.
Die weiteren Etappen sind schnell erzählt. Es ging noch über einige Pässe. Immer wieder kämpften wir etwa mit den gleichen Mixed Teams. Verloren haben wir uns nicht mehr. Wir hatten in Oberammergau extra ein neues Bikeshirt in weiss gekauft. Leider sah es noch einer Etappe aus, als hätten wir sieben Ketten geflickt oder mehrere Platten behoben. Vielleicht liegt es daran, dass wir meistens zu faul waren, unsere Räder zu putzen….Aber immer wieder gut für Ausreden bei einer schlechten Zeit.

In der zweitletzten Etappe lief das Höhenprofil am Schluss nur noch flach aus. In der Abfahrt schlossen wir uns mit dem Team Adidas zusammen. Zwei grosse kräftige Fahrer, die wie wir gute Roller waren. Im Ziel bedankten wir uns, wie es sich gehört, bei den beiden. Sofort kam ein Reporter angelaufen und wollte ein interview mit uns. Da wir die Cape Epic Shirts anhatten (Sponsor Adidas) dachte er, wir wären auch gesponsert. Nachdem wir es ihm erklärt hatten, wollte er den Schreibblock eigentlich wieder einpacken. Liess es dann aber sein und stellte ein paar belanglose Fragen. Übrigens die beiden vom Adidas Team gewannen den Preis des schwersten Teams. Auf dem Podest erklärte er, was für Vorteile ein grosser und schwerer Fahrer für die Sponsoren hat. Viel mehr Werbefläche als bei den üblichen Hungerhaken. Auch fahren sie nicht so schnell, dass man den Schriftzug nicht lesen kann. Also Lospezos hat noch Platz.
Vor der letzten Etappe hatten wir (hauptsächlich Pez) etwas Angst. 154km flach an die Adria. Und das mit 1000 anderen Gömmelern in der Gruppe, ojeoje. Trotzdem beschloss Haasi zu attackieren. Sie zog ihr Attackshirt an und wühlte sich in der Gruppe nach vorne. Ich musste nur hinter ihr bleiben, und sie nicht verlieren. Gar nicht so einfach bei Tempo 40 bis 50 kmh. Nach Kurven und Kehren kam es immer wieder zu kleinen harten Sprints. Zum Glück gelang es uns, immer vorne in der Gruppe zu fahren. Hier kam es entgegen in den hinteren Reihen zu weniger Stürzen. Da die Führungsfahrer wohl das Gefühl hatten, nichts trinken zu müssen, fuhren sie an der Verpflegung einfach vorbei. Lospezos natürlich auch. Die letzten 40 km ohne Getränk. Das war hart. Ich hatte die ganze Woche die Haare an den Beinen nicht rasiert. Da dies gemäss Bäbu grosse Luftverwirbelungen auslöst und bremst, beschloss ich 15 km vor dem Ziel dies noch nachzuholen. Ich wählte dafür nicht die Methode Wachs, sondern Asphalt. Leider lässt das Resultat zu wünschen übrig. Die oberste Hautschicht ist an der Wade und A.. zwar weg. Aber die Haare stehen mir heute noch aus der Kruste heraus. An eine Rasur ist im Moment auch nicht zu denken!!! Siehe Bild am Ende des Berichtes. Haasi bekam die ganze Enthaarungsaktion gar nicht mit und startete ihren Schlusssprint. Nur mit viel Mühe schaffte ich es, den Anschluss an die Gruppe wieder herzustellen. 10m vor der Ziellinie schloss ich zu Haasi auf, welche entfesselt auf den 5. Etappenrang sprintete. Total zufrieden genossen wir noch das obligate Bad im Meer und die Finisherparty am Strand.

Als härteste Etappe stellte sich aber die achtstündige Fahrt mit dem Car zurück nach Oberammergau heraus. Auch das haben wir aber nun überstanden. 7 Tage im Camp, welches je mehr man in den Süden kam, immer schlechter wurde. Von Pensionen in Sölden mit Doppelzimmer und Dusche bis zum knapp mit einer Blache überdecktem Tennisplatz war alles vorzufinden. Um unsere Wunden und Wehwehchen auszukurieren, haben wir hier in Oberammergau eine Nacht in der Pension verbracht. Erst morgen starten wir mit unserem Bus auf weitere Abenteuerfahrt.

Wir freuen uns bereits auf neue Taten und Touren mit dem Bike.

bis bald lospezos


5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Autsch! Das macht einem ja nur vom Zusehen weh... Herzliche Gratulation für eure geniale Leistung. Mega, was ihr da geschafft habt. Erholt euch gut.
:-))) Käthy.

Anonym hat gesagt…

Saluti zusammen! Immer spannend eure Berichte zu lesen - aber Pez so kriminell wäre nicht nötig gewesen;-). Wir gratulieren zu dieser tollen Leistung, wünschen gute Erholung und freuen uns auf die nächsten Abenteuer.
Hubi & Yvonne

Anonym hat gesagt…

...der Beweis für den Sturz ist mehr als eindrücklich erbracht. Ich frage mich nur, wie man nach einem solchen Sturz der Haasi-Gruppe nachspurtet, wenn diese schon mit etwa 40 km/h fährt. Da müssen Bärenkräfte vorhanden sein. Haasi und Pez, nochmals herzliche Grautlation zur wirklich tollen Leistung. Erholt euch gut. Gruss Bäbu.

Anonym hat gesagt…

Aua diese Tatoos;-))
Los Pezos hat seine Erlebnisse wiedermal eindrücklich geschrieben und bewiesen!!!
Gute Besserung und Erholung!
Alex

Anonym hat gesagt…

Oh Gott, da stehen mir ja noch die rasierten Haare an den Beinen zu Berge beim Anblick des Sturzfotos auah,!! und damit startet man noch eine Verfolgungsjagd hart und zäh wie ein Bär muss man da wohl sein. Aber eure Leistung ist wirklich unglaublich, wir gratulieren ganz herzlich und wünschen euch gute Erholung und weitere Abenteuer. Wir starten am Montag wieder mit dem Abeteuer Arbeit , den die schönen. Ferien sind vorbei. Tschüss Res und Hedy