05 Juli 2008

Schnelle Schildkröten in den Dolomiten

Buz (Buzz ausgesprochen) bedeutet in der Inkasprache „schnelle Schildkröte“. Das haben wir gestern beim DVD-Kino-Abend auf unserem Laptop lachend bemerkt. Das Wort Buuz gibt’s nämlich auch im Wortschatz von Los Pezos. Als interner Uebername der Uebernamen Pez und Haasi. Den „u“ betonen wir nur etwas länger als die Inkas. Halt wie waschechte Entlebucher. Heisst „Buuz“ in Entlebucher-Düütsch darum „langsame Schildkröte“?

Aber wie sieht eigentlich der Alltag von den „langsamen Schildkröten“ aus? Am Morgen werden wir von den ersten Sonnenstrahlen gekitzelt und geweckt. Der Bus verwandelt sich innert kurzer Zeit in eine Sauna. Mit dem Pyjama in der Sauna? So bleibt nur die Flucht nach draussen. Am Ledrosee habe ich auch schon kältere Zeiten erlebt. Und auch hier in Oberammergau ist es frostig kalt. Die von Mum und Dad geschenkte Zebra-Decke leistet mir darum bis heute jede Nacht ihren treuen Dienst. Wie die Verkäuferin versicherte, ist die Decke in warmen und kalten Nächten toll!

Am Morgen sollst du essen wie ein Kaiser. Das nehmen wir wortwörtlich. Und geniessen das hiesige Brot mit Kümmel, Früchtemüesli, Kaffee und Tee. Beim Abwasch ist man als Frau Exotin in der Waschküche auf den Camping-Plätzen. In den Ferien ist das harte Männer-Arbeit. Ich wasche gerne in reiner Männer-Gesellschaft ab. Und überlasse Pez dafür den Veloputz. Beobachtet mit Adlersaugen von zahlreichen Hausfrauen.



Die Dolomiten beeindruckten uns auf unseren Biketouren. Auf dem bekannten Bindelweg genossen wir nonstopp das Panorama der Marmolada. Und zwischendurch natürlich auch einen feinen Apfelstrudel mit Kaffee.



Auf unserem Camping-Platz auf fast 1500 Meter über Meer war der Bär los. Fast alle Plätze waren besetzt. Viele Kletterer, Biker, Körbli-Velofahrer und pensionierte Neuseeländer verwandelten den einsamen Bergcamping in einen geschäftigen Ameisenhaufen. Unsere direkten Nachbarn mit Sohn Max unterhielten uns blendend. Max… Max… Maximilian! Ich hab jetzt dann die Faxen dicke!!! Nicht immer war die Ferienstimmung der Familie vis-à-vis in Hochform. Dafür die Faxen von unserem Bus Max dagegen heilig.



So auch auf der Fahrt nach Oberammergau. Zum Startort des Tour Transalp. Hier regnet es seit unserer Ankunft wie aus Kübeln. Unser Zelt ist noch immer absolut wasserdicht. Und darum war das Nachtessen noch viel gemütlicher im trockenen Zelt. Heute fiel sogar der Abwasch aus. Die dreckigen Töpfe und Teller stellten wir einfach nach draussen. Wo das Tiefdruckgebiet Marie (s’Marie) alles blitzblank wusch.

Unsere Bikes sind in Garmisch für eine Woche im Scott Bikeshop. Der Scott Mechaniker war fasziniert von unseren Simplon Razerblades. Und hing mein Rad schnurstraks an die Waage. Mit Satteltasche, Sattel-Sofa und Tubeless-Reifen wiegt das Bike 10.7 Kilo.

Die Rennvelos sind wieder einmal poliert und neu bereift. Und somit startklar für Sonntag. Wir sind frisch geschoren (Pez war das 1. Mal seiner Lebtage beim Coiffeur!) und die Beine sind glattrasiert. Somit haben wir das Wichtigste vorbereitet, hi, hi. Der Start am Sonntag muss darum wegen Los Pezos nicht noch eine Woche verschoben werden.

Bis bald. Gruss Los Pezos

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Dolomiten

6 Kommentare:

Rotsch hat gesagt…

Oh, mann, da bekomme ich ja direkt Heimweh.....nach den Dolomiten ;-). Geniale Landschaft und tolle Leute dort, gelle. Übrigens, wann seid Ihr etwa in der Umgebung Seattle. Lasst es mich genug früh wissen, da ich mit Daniela im August auch noch kurz in Kanada bin......na ja, man könnt's ja mit Eurem Rennen verbinden *grins*. Gruess us Seattle

Rotsch hat gesagt…

....übrigens an Katja. Es gibt nicht nur Kühe im See, sondern auch am Engadiner 'hohoho'. Seattle(ite) Roger

Anonym hat gesagt…

Super, so viele Fotos von Los Pezos! Sogar eins ohne Helm :-)))) Da wird sich Hedy aber freuen. Sie hat sich ja mal beklagt, dass ihre zwei Söhne auf allen Fotos einen Helm und Sonnenbrille tragen. Sie möchte doch einfach mal ein "normales" Foto von den beiden!
Nun sitzen die zwei "Buuze" Haasi und Pez ja auf dem Renner. Hoffentlich ist das Wetter nicht ganz so strub wie hier in der Zentralschweiz. Aber um es nochmals zu betonen, im Gegensatz zur Renngruppe 7 im Velolager trainierten Haasi in der Gruppe 4 und Pez in der Gruppe 6 gar viele Stunden bei strömendem Regen :-))) So muss es ja gut kommen. Toi toi toi. Käthy.

Anonym hat gesagt…

...Beine rasieren...das wollte ich am letzten Samstag auch machen...für den Biennathlon in Biel. Das heisst "rasieren" ist das falsche Wort. Ich habe eine geniale Maschine. Wenn man sie einsteckt verrrät schon das "Surren" nichts Gutes und die Haare stehen einem sofort "zu Berge". Es ist eben eine Haar-Rupfmaschine. Der Erfinder dieses grausamen Folterapparates würde vermutlich heute viel darum geben, ihn nie erfunden zu haben.

Leider habe ich für diese Tortur den Zeitpunkt verpasst. Am Samstag-Vormittag gings dann nicht mehr...weil man anschliessend aussieht, als hätte man Röteln oder Masern oder beides zusammen. Und nachdem ich unsere Konkurrenten mit diesem Aussehen nicht alle in die Flucht schlagen wollte, liess ich es dann sein.

Beim Laufen fehlte dann prompt die "Windschlüpfrigkeit" so dass Katrin beim Zieleinlauf zuerst doch einige glattrasierte Wädli bestaunen konnte, bevor ich dann auch noch eintraf. Mehr als nur zufrieden über den gelungenen Anlass waren wir trotzdem beide.

Alles Gute am Transalp. Bäbu.

Anonym hat gesagt…

...übrigens, die Fotos sind immer super und sehr eindrücklich. Gratuliere! Bäbu.

Anonym hat gesagt…

Endlich bin ich wieder mal auf der interessantesten Seite im Web, mein Internetanschluss streikte und jetzt darf ich soviele wunderschöne Bilder bestaunen...(freute mich mit Hedy an den Helmlosen!!!!!..)hey was ihr alles erlebt, das freut eure alte Tante unerhört!!!!!!!Ïch wünsche euch viel Erfolg beim Transalp viel Spass und Freude weiterhin.
Herzliche Grüsse vom Napf her
Maria