22 Juni 2008

Salzkammergut Trophy

Zum Abschied vom Salzkammergut haben wir uns noch die volle Packung gegönnt. Es gibt hier im Juli ein Rennen, das heisst Salzkammergut Trophy. Die grosse Strecke beträgt 210km und 7500hm. Einmal Hölle und zurück. Schon immer liebäugelten wir mit diesem Abenteuer. Am Donnerstag meldete der Wetterbericht Sommerwetter den ganzen Tag. Also packten wir unsere Bikes und pilgerten nach Bad Goisern, wo der Start der Trophy ist. Unsere Karten konnten wir bereits bei der ersten Kreuzung stecken lassen. Die Strecken wurden bereits ausgeschildert und das super. Da wir die Landschaft und das warme Wetter genossen, reichte es nur bis zur Hölle. Zurück von der Hölle holen wir später nach. Nach nicht einmal der Hälfte der Trophy hatten wir genug und füllten unsere Speicher im Dorf mit Salat und Pizza. Aber wir kommen wieder. Dieses Abenteuer hat uns gepackt. Die Unterlagen haben wir mitgenommen. Wie man diese Strecke bewältigen kann, bleibt uns ein Rätsel. Aber wir haben ja noch ein Jahr zum Trainieren.



Am Freitag packten wir alles in unsern VW Bus namens Max. Immer dem Navi nach, fuhren wir kreuz und quer durch Österreich. Über Brücken, durch Städte und über stattliche Pässe machte Max seinem Namen alle Ehre. Er zitterte und schüttelte, aber er kam vorwärts und brachte uns nach Hermagor in Kärnten. Wir fanden einen Camping in der Nähe des Presseggersees, der Badewanne vom Gailtal. Mit dem Renner erkundeten wir bereits die Region am Weissensee. Da es rund um den See keine Strasse gibt, genossen wir eine Schifffahrt über den See. Am Abend gingen wir in das Camping eigene Bad am Presseggersee. Mitten im See schwimmt ein riesiger aufblasbarer Eisberg zum Erklettern. Wer Haasi kennt, weiss, dass dieser Eisberg erklommen werden muss. Hoch gings wie ein Bergführer. Runter war etwas heikel, da sie sich nicht getraute, ins Wasser zu springen. Die Beine zitterten wie beim Hund, den wir auf der Schifffahrt sahen. Von der Anlegestelle ans Land führte eine Treppe mit Gittertritten hoch. Der Hund sah das Wasser unter sich und zitterte am ganzen Körper. An der Leine zog ihn der Besitzer, zu unserem Gaudi, buchstäblich über die Treppe hoch. Das haben wir noch nie gesehen: ein Hund mit Höhenangst.

Auch heute trainierten wir noch einmal auf dem Renner. Wir besuchten dabei das nahe Italien und fuhren über den Nassfeldpass zurück. In dieser Affenhitze waren wir aber froh, unser Zelt am Schatten zu erreichen.



Das Transalp nähert sich nun in grossen Schritten. Bei einem Telefonanruf schenkte uns Bäbu eine Woche mehr Erholung. Bis anhin gingen wir davon aus, am Mittwoch nach Oberammergau zu ziehen. Dort wird der Start des Transalpes sein. Aber nicht wie in meiner Agenda eingetragen am 29. Juni, sondern erst eine Woche später am 6. Juli. Noch während dem Telefonanruf brach Hektik aus. Aber auch auf Prospekt und Bestätigung stand 6. Juli. Unser ganzes Programm wurde über den Haufen geworfen. Aber diese geschenkte Woche nehmen wir gerne und geniessen noch ein paar Tage in den Dolomiten.

Bis bald

Los pezos

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ihr seid wirklich bald zu beneiden , diese Fotos sehen ja aus wie Tourismusprospekte, nein wir freuen uns natürlich mit euch über diese tollen Erlebnisse und geniessen die unterhaltsamen witzigen Berichte.
Da nun Maria am Napf den richtigen Knopf gefunden hat und den Regen abgestellt hat ist bei uns bald fertig mit Heuen und das Jodlerfest in Sicht also auch alles in bester Ordnung.Tschüss Hedy

Anonym hat gesagt…

Herzlichen Dank, Maria am Napf :-) Jetzt duftet die Luft morgens endlich so richtig nach Sommer. Die ersten Leute reklamieren schon, dass es ja viel zu heiss sei... Ich jedenfalls geniesse das tolle Wetter nach dem Monsun (Regenzeit). Am Samstag "frästen" Prögu, Bäbu und ich die 180 km lange Iron Bike-Strecke ab. Wundervoll, wenn man morgens um sechs mit kurzen Hosen und Kurzarmtricot auf dem Renner sitzen kann, ohne dass sich eine Gänsehaut zeigt. Gestern genoss ich morgens um neun die herrliche Aussicht auf dem Fürstein. Und jetzt eben der Unterschied zu "los pezos": heute geht's jetzt halt wieder ab an die Arbeit. Macht's gut, erholt euch noch und fahrt ja nicht zu früh los ans Rennen... Denn ohne Gegner, kein Fun... Käthy.

Anonym hat gesagt…

Bis zur Hölle habe ich es auch schon geschafft (ohne Pizza und Salat). Allerdings liegt diese Hölle in Hergiswil. Gibt es dort auch einen Himmel, wie in Hergiswil. In Hergiswil soll die Hölle schöner sein als der Himmel, sagt man. Alles Gute in den Dolomiten. Bäbu.