22 Oktober 2007

Projekt Marathon in einer Woche

In Luzern findet am 28. Oktober 2007 zum ersten Mal ein Marathon statt. Bereits vor einem Jahr schenkten wir Bäbu die Teilnahme an diesem Event zum Geburtstag. Eigentlich wollten wir ihn ja begleiten bei seinen Strapazen über 42km. Aber nach dem Gigathlon hatten wir die Nase voll vom Laufen.
Bis am Freitagabend mein Bruder Prögu auftaucht und mir seine Marathonnummer in die Hand drückt. Da Haasi Angst hat, sie müsse sonst als nächstes dran glauben, unterstützt sie ihn tatkräftig. Nach mindestens drei Stunden Überzeugungsarbeit der beiden sagte ich zu. Kaum war Prögu zur Tür hinaus, begann die Planung für eine perfekte Marathonwoche….Als Erstes wollte ich gleich mal ein kurzes Footing zum Kopfauslüften machen. Es begann die Suche nach meinen Laufutensilien, welche sicher viel Staub angesetzt hatten. Meine Laufschuhe hatten allerdings keinen drauf, denn wir fanden sie auch nach längerer Suche nicht. Ich habe gar nicht gewusst, wie viele Sachen wir im Keller und Estrich noch aufbewahren. Nur keine Laufschuhe waren da zu finden.
Nach einigen Nachforschungen wurde der letzte Gebrauch festgestellt. Es war im Juli am Gigathlon von Truttmann nach Leukerbad. Vermutlich liegen meine Laufschuhe noch in der Wohnung von Leukerbad oder sie wurden ein Opfer unseres Chaosbusses im weiteren Verlauf des Wettkampfes.
Am Samstagmorgen mussten wir dringend nach Sempach zum PAKA, von dort habe ich meine alten Laufschuhe vor noch nicht so langer Zeit erstanden. Leider war das Selbe Modell nicht vorrätig und so musste ich auf ein anderes Modell ausweichen. Bereits an der Kasse fragte mich die Verkäuferin ganz beiläufig ob ich auch in Luzern teilnehme. Nach einigem Zögern gab ich alles zu. Ich musste also noch einmal auf die neuen Sohlen stehen. Der Chef wurde zur Kontrolle geholt, ob das auch wirklich passe? Nach einigem Kopfschütteln und Lächeln auf den Stockzähnen ( der hat doch eine Meise und kommt noch zünftig auf die Welt) bekam ich die Schuhe doch noch.
Am Nachmittag wurden dann die Schuhe zum Ersten mal eingesetzt. Nach einer Stunde und ca. 8 km waren die Schmerzen noch erträglich. Auch am Sonntag konnte ich mein Lauftraining auf unserer kleinen Runde ohne grössere Strapazen bestreiten. Da ich aber weiss dass ein Marathon ziemlich genau sechsmal so lang ist, bereite ich mich auf keinen Kindergeburtstag vor. Die weitere Wochenplanung sieht folgendermassen aus.
Am Montagabend werde ich noch einmal die kleine Runde in Angriff nehmen. Am Dienstag ist Regeneration angesagt, denn am Mittwoch werde ich im SPZ in Nottwil einen Laktatstufentest absolvieren. Auch Viktor überlässt nichts dem Zufall. So weiss ich genau, was ich ab Donnerstag bis Samstag noch trainieren muss hihihihi.
Zur Taktik am Marathon habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Möglichst schnell los, um allen Gegnern und vor allem Bäbu zu imponieren. Hinter der ersten Hecke verstecken und warten, bis sie die zweite Runde vorbei kommen und dann mit neuer Frische zum Schlussspurt ansetzen.
So, nun muss ich Schlussmachen, denn ich muss noch eine Runde laufen.

Bis bald euer
Marathonpez

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da hab ich zum Geburtstag von der Tochter Nicole und Pez einen Startplatz am Luzern Marathon gekriegt. Da ich seit etwa 30 Jahren nie mehr gejoggt habe, habe ich das ganze dann sofort zur "Chefsache" erklärt und das Training selber an die Hand genommen. Da lese ich in der Luzerner Zeitung "die Letzten kriechen ins Ziel". Das war dann für meine Moral nicht besonders gut, da ich seit meiner Grenadier-Rekrutenschule auch nie mehr gekrochen bin und mir dafür das notwenidge Training somit fehlt. Aber eben, Glück muss man haben ... Pez wird dafür sorgen, dass eben alles geht und funktioniert, auch in Situationen, da nichts mehr zu gehen scheint...so kenne ich eben Pez!!!
Bäbu.

Anonym hat gesagt…

Lieber Pez
gezwungen hat dich einzig und alleine dein eigenes Ego!!! Und wenn dass 3 Stunden überzeugugsarbeit gewesen sind, dann währst du beim Marathon nicht einmal bis zum KKL gekommen!
prögu