Die Letzten kriechen ins Ziel...
Alle Anderen am nächsten Morgen aus dem Bett...
Links, rechts, links, rechts. Mein Kopf dreht sich hin und her. Wie an einem Tennismatch. Hopp, hopp, heya, bravo. Heya Ruedi, Gogger, Zöri, Joe, Wali, Benno, und wieder ein anderer Benno, Irma, Stefan, Renate, Andrea, und nochmals eine Andrea, Mire, Dani, Bettina, Claudia, Manuela, René, Nicole, Rita, und und und. War das nicht, ähm, wie heisst sie auch nur? Schau, da rennt sogar, ähm, weisst du, der... Doch wo sind bloss Pez und Bäbu? Der Pacemaker mit der Tafel 4.5 Stunden joggt locker mit einer Traube Läufer an uns vorbei. Immer noch kein Pez und Bäbu in Sicht. Langsam fangen wir trotz Bise an zu schwitzen. Der Besenwagen ist bereits in Sicht. Und rollt im Schritttempo hinter den letzten Läufer her. Haben wir Pez und Bäbu tatsächlich verpasst?
Ja, wir haben sie verpasst. Früher als erwartet traben sie zum Glück später nicht mehr ganz frisch, aber fröhlich ein zweites Mal über die Seebrücke. Wieder in Richtung Verkehrshaus. Und wieder zurück über die Seebrücke. Auf die zweite Schlaufe um die Horwer Halbinsel. Dank unseren Velos können wir mit ihnen einigermassen Schritt halten. Und sie auf der Strecke nochmals anfeuern. Hopp, bravo, super, heya, heya. Gewaltige Leistung, probier es durchzuziehen, Greng ache u seckle, läck bobi, mega stark! Wir motivieren und unterstützen, wo wir nur können. Manchmal ist unsere Motivation zwar eher demotivierend. So zum Beispiel bei Kilometer 35, als wir rufen, es ist nicht mehr weit, hi, hi.
Unsere Marathon-Frischlinge Pez und Bäbu bestehen ihre Feuertaufe mit Bravour. Pez kämpft auf den letzten Kilometern zwar nicht nur mit Muskelschmerzen. Nein, im Schlusssprint überholt er sogar haarscharf den 4-Stunden-Pacemaker mit der ganzen Läufertraube. Auch Bäbu hat zu kämpfen. Weniger mit seiner Hüfte, dafür umso mehr mit den in Horw startenden Walking-Frauen und ihren spitzen Stöcken.
Mit nigelnagelneuen Laufschuhen und seit letzten Juli zwei Stunden Lauftraining an den ersten Marathon. Oder Beginn der Laufkarriere mit bald sechzig Jahren. Eins haben Pez und Bäbu gemeinsam. Beide haben sich nicht freiwillig für den Lucerne Marathon angemeldet. Bäbu haben wir vor einem Jahr die Startliste mit seinem Namen drauf zum Geburtstag geschenkt, ups. Und Pez startete „gezwungenermassen“ für seinen „verletzten“ Bruder Prögu. Die Leistungen von Pez und Bäbu sind darum etwas Besonderes. Nochmals recht herzliche Gratulation an den jung gebliebenen „alten“ Mann und den gstabig gewordenen „jungen“ Mann, der am Morgen nach dem Marathon wie ein „alter“ Mann aus dem Bett kroch...
Die Letzten kriechen ins Ziel. So lautete die Schlagzeile vor einer Woche in der Luzerner Zeitung. War wohl etwas übertrieben. Denn der Letzte joggte mit einem Lachen auf dem Gesicht und unter tosendem Applaus vor dem Besenwagen ins Ziel. Auch Bianca Sissing hatte den Besenwagen im Nacken. Und ich glaube nicht, dass sie auf allen Vieren durchs Ziel kroch. Aufgeschürfte Knie und Hände wären wohl in der Modelbranche nicht unbedingt von Vorteil. Oder haben die Organisatoren deswegen auf den letzten 100 Metern einen blauen Teppich ausgelegt?
30 Oktober 2007
22 Oktober 2007
Projekt Marathon in einer Woche
In Luzern findet am 28. Oktober 2007 zum ersten Mal ein Marathon statt. Bereits vor einem Jahr schenkten wir Bäbu die Teilnahme an diesem Event zum Geburtstag. Eigentlich wollten wir ihn ja begleiten bei seinen Strapazen über 42km. Aber nach dem Gigathlon hatten wir die Nase voll vom Laufen.
Bis am Freitagabend mein Bruder Prögu auftaucht und mir seine Marathonnummer in die Hand drückt. Da Haasi Angst hat, sie müsse sonst als nächstes dran glauben, unterstützt sie ihn tatkräftig. Nach mindestens drei Stunden Überzeugungsarbeit der beiden sagte ich zu. Kaum war Prögu zur Tür hinaus, begann die Planung für eine perfekte Marathonwoche….Als Erstes wollte ich gleich mal ein kurzes Footing zum Kopfauslüften machen. Es begann die Suche nach meinen Laufutensilien, welche sicher viel Staub angesetzt hatten. Meine Laufschuhe hatten allerdings keinen drauf, denn wir fanden sie auch nach längerer Suche nicht. Ich habe gar nicht gewusst, wie viele Sachen wir im Keller und Estrich noch aufbewahren. Nur keine Laufschuhe waren da zu finden.
Nach einigen Nachforschungen wurde der letzte Gebrauch festgestellt. Es war im Juli am Gigathlon von Truttmann nach Leukerbad. Vermutlich liegen meine Laufschuhe noch in der Wohnung von Leukerbad oder sie wurden ein Opfer unseres Chaosbusses im weiteren Verlauf des Wettkampfes.
Am Samstagmorgen mussten wir dringend nach Sempach zum PAKA, von dort habe ich meine alten Laufschuhe vor noch nicht so langer Zeit erstanden. Leider war das Selbe Modell nicht vorrätig und so musste ich auf ein anderes Modell ausweichen. Bereits an der Kasse fragte mich die Verkäuferin ganz beiläufig ob ich auch in Luzern teilnehme. Nach einigem Zögern gab ich alles zu. Ich musste also noch einmal auf die neuen Sohlen stehen. Der Chef wurde zur Kontrolle geholt, ob das auch wirklich passe? Nach einigem Kopfschütteln und Lächeln auf den Stockzähnen ( der hat doch eine Meise und kommt noch zünftig auf die Welt) bekam ich die Schuhe doch noch.
Am Nachmittag wurden dann die Schuhe zum Ersten mal eingesetzt. Nach einer Stunde und ca. 8 km waren die Schmerzen noch erträglich. Auch am Sonntag konnte ich mein Lauftraining auf unserer kleinen Runde ohne grössere Strapazen bestreiten. Da ich aber weiss dass ein Marathon ziemlich genau sechsmal so lang ist, bereite ich mich auf keinen Kindergeburtstag vor. Die weitere Wochenplanung sieht folgendermassen aus.
Am Montagabend werde ich noch einmal die kleine Runde in Angriff nehmen. Am Dienstag ist Regeneration angesagt, denn am Mittwoch werde ich im SPZ in Nottwil einen Laktatstufentest absolvieren. Auch Viktor überlässt nichts dem Zufall. So weiss ich genau, was ich ab Donnerstag bis Samstag noch trainieren muss hihihihi.
Zur Taktik am Marathon habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Möglichst schnell los, um allen Gegnern und vor allem Bäbu zu imponieren. Hinter der ersten Hecke verstecken und warten, bis sie die zweite Runde vorbei kommen und dann mit neuer Frische zum Schlussspurt ansetzen.
So, nun muss ich Schlussmachen, denn ich muss noch eine Runde laufen.
Bis bald euer
Marathonpez
In Luzern findet am 28. Oktober 2007 zum ersten Mal ein Marathon statt. Bereits vor einem Jahr schenkten wir Bäbu die Teilnahme an diesem Event zum Geburtstag. Eigentlich wollten wir ihn ja begleiten bei seinen Strapazen über 42km. Aber nach dem Gigathlon hatten wir die Nase voll vom Laufen.
Bis am Freitagabend mein Bruder Prögu auftaucht und mir seine Marathonnummer in die Hand drückt. Da Haasi Angst hat, sie müsse sonst als nächstes dran glauben, unterstützt sie ihn tatkräftig. Nach mindestens drei Stunden Überzeugungsarbeit der beiden sagte ich zu. Kaum war Prögu zur Tür hinaus, begann die Planung für eine perfekte Marathonwoche….Als Erstes wollte ich gleich mal ein kurzes Footing zum Kopfauslüften machen. Es begann die Suche nach meinen Laufutensilien, welche sicher viel Staub angesetzt hatten. Meine Laufschuhe hatten allerdings keinen drauf, denn wir fanden sie auch nach längerer Suche nicht. Ich habe gar nicht gewusst, wie viele Sachen wir im Keller und Estrich noch aufbewahren. Nur keine Laufschuhe waren da zu finden.
Nach einigen Nachforschungen wurde der letzte Gebrauch festgestellt. Es war im Juli am Gigathlon von Truttmann nach Leukerbad. Vermutlich liegen meine Laufschuhe noch in der Wohnung von Leukerbad oder sie wurden ein Opfer unseres Chaosbusses im weiteren Verlauf des Wettkampfes.
Am Samstagmorgen mussten wir dringend nach Sempach zum PAKA, von dort habe ich meine alten Laufschuhe vor noch nicht so langer Zeit erstanden. Leider war das Selbe Modell nicht vorrätig und so musste ich auf ein anderes Modell ausweichen. Bereits an der Kasse fragte mich die Verkäuferin ganz beiläufig ob ich auch in Luzern teilnehme. Nach einigem Zögern gab ich alles zu. Ich musste also noch einmal auf die neuen Sohlen stehen. Der Chef wurde zur Kontrolle geholt, ob das auch wirklich passe? Nach einigem Kopfschütteln und Lächeln auf den Stockzähnen ( der hat doch eine Meise und kommt noch zünftig auf die Welt) bekam ich die Schuhe doch noch.
Am Nachmittag wurden dann die Schuhe zum Ersten mal eingesetzt. Nach einer Stunde und ca. 8 km waren die Schmerzen noch erträglich. Auch am Sonntag konnte ich mein Lauftraining auf unserer kleinen Runde ohne grössere Strapazen bestreiten. Da ich aber weiss dass ein Marathon ziemlich genau sechsmal so lang ist, bereite ich mich auf keinen Kindergeburtstag vor. Die weitere Wochenplanung sieht folgendermassen aus.
Am Montagabend werde ich noch einmal die kleine Runde in Angriff nehmen. Am Dienstag ist Regeneration angesagt, denn am Mittwoch werde ich im SPZ in Nottwil einen Laktatstufentest absolvieren. Auch Viktor überlässt nichts dem Zufall. So weiss ich genau, was ich ab Donnerstag bis Samstag noch trainieren muss hihihihi.
Zur Taktik am Marathon habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Möglichst schnell los, um allen Gegnern und vor allem Bäbu zu imponieren. Hinter der ersten Hecke verstecken und warten, bis sie die zweite Runde vorbei kommen und dann mit neuer Frische zum Schlussspurt ansetzen.
So, nun muss ich Schlussmachen, denn ich muss noch eine Runde laufen.
Bis bald euer
Marathonpez
17 Oktober 2007
Surenenpass 14.10.07
La Kuka und Los Pezos bezwingen den Surenenpass
Das war das erste und letzte Mal, wo ich den Surenenpass mit dem Bike überquert habe... Dieser Satz von Käthy wurde sogar auf Video festgehalten. Und erinnert sie im nächsten Jahr an die ausgestandenen Strapazen. Doch wir vermuten eins. Der Mythos Surenenpass lässt auch Käthy nicht mehr los. Und sie wird diesen wunderschönen Pass ein zweites Mal mit dem Bike bezwingen.
Eins ist klar. Der Surenenpass ist keine Sissitour. Und ganz sicher nichts für Weicheier. In Stans wird gestartet. Es gibt zwei Varianten. Man fährt zuerst über Seelisberg und den Weg der Schweiz nach Seedorf, dann über den Surenen und wieder runter nach Engelberg und zurück nach Stans. Oder man fährt über Engelberg und den Surenen runter nach Attinghausen oder Seedorf und dann wieder rauf über den Weg der Schweiz nach Seelisberg und zurück „mit Buochser Gefühlen“ nach Stans. Beide Varianten sind knüppelhart. Auch die Stufen vom Weg der Schweiz sind exakt die gleichen. Der Chnöischlotteri ist garantiert.
Das war das erste und letzte Mal, wo ich den Surenenpass mit dem Bike überquert habe... Dieser Satz von Käthy wurde sogar auf Video festgehalten. Und erinnert sie im nächsten Jahr an die ausgestandenen Strapazen. Doch wir vermuten eins. Der Mythos Surenenpass lässt auch Käthy nicht mehr los. Und sie wird diesen wunderschönen Pass ein zweites Mal mit dem Bike bezwingen.
Eins ist klar. Der Surenenpass ist keine Sissitour. Und ganz sicher nichts für Weicheier. In Stans wird gestartet. Es gibt zwei Varianten. Man fährt zuerst über Seelisberg und den Weg der Schweiz nach Seedorf, dann über den Surenen und wieder runter nach Engelberg und zurück nach Stans. Oder man fährt über Engelberg und den Surenen runter nach Attinghausen oder Seedorf und dann wieder rauf über den Weg der Schweiz nach Seelisberg und zurück „mit Buochser Gefühlen“ nach Stans. Beide Varianten sind knüppelhart. Auch die Stufen vom Weg der Schweiz sind exakt die gleichen. Der Chnöischlotteri ist garantiert.
Vor ein paar Jahren erzählte uns eine Aelplerin vom Gitschenental (oder wars doch ein „er“), dass hier die Biker nie ein zweites Mal vorbeikommen. Da sind wir die grosse Ausnahme. Wir freuen uns jedes Jahr wieder auf diese Herausforderung. Und es ist jedes Jahr wieder eine Herausforderung. Und bleibt eine „Tagestour“.
Käthy und Prögu haben ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden. Sie kämpften wie wir diesmal einmal nicht mit Skorpionen, sondern mit der eisigen Kälte am Morgen, mit den steinigen und steilen Aufstiegen und mit den verblockten Singletrails während der Abfahrt. Oder besser gesagt während dem Abmarsch. Der Weg der Schweiz war am Schluss nur noch das Dessert nach dem Dessert. Mit dem wir uns vor dem letzten Aufstieg nochmals stärkten.
Landschaftlich ist die Tour kaum zu übertreffen. Berge, Felsen, Gletscher, Wasserfälle, Seen, bunte Wälder und eine mega Aussicht auf dem Surenenpass. Das ist ein Mythos. Und jedes Jahr wieder ein Highlight für uns. Vielleicht ab jetzt auch für La Kuka?
Einmal ist keinmal, gäu Käthy!!!
15 Oktober 2007
Rund um den Pilatus
Was gibt es schöneres als dem herbstlichen Nebel im Unterland zu entkommen. Wir starteten am Morgen früh im kalten Sursee. Via Emmenuferweg gelangten wir nach Entlebuch. Leider war auch hier alles neblig. Gemäss unseren Eltern in Entlebuch, welche wir bei einem kurzen Zwischenhalt trafen, ist auf dem Meteobild auch die Rigi noch im Nebel....sch... Trotzdem machten wir uns auf den Weg Richtung Risetenalp. Bis Fräkmünt teilten wir die Wege mit vielen Wanderer die auch die Sonne vergebens suchten. Weiter gings über den Renggpass nach Alpnach. Kaum erreichten wir Obwalden kam die Sonne hervor und die farbigen Herbstwälder waren toll.
Nach einem kurzen Stopp in der Lüdholzmatt bei einem Fuistbrot und Cola bezwangen wir die Steigung Richtung Entlebuch über den Polenweg. Haasi musste zwar zwischendurch einen Halt einlegen. Trotzdem kamen wir zügig voran. Zu Hause angekommen waren wir doch recht müde aber glücklich über eine tolle Tour an der Sonne.
Tourdaten: 118 km, 3500 HM
Tourzeit: den ganzen Tag bis es dunkel wird hihihih
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