26 September 2007

Ironbike Einsiedeln

Los Pezos am Iron Bike Race Einsiedeln

Happy Birthday to you... Am Samstag Morgen weckten mich einmal ganz andere Töne aus dem Schlaf. Sonst tönt es jeden Morgen immer lauter und schneller „tüt tüt tüt“. Der Wecker bekommt dann eins auf den „Grend“. Pez natürlich nicht. Seinen Gesang habe ich bis zum Schluss genossen!

Der Samstag gehörte dann ganz und gar mir. Am Morgen unternahmen wir zusammen mit Käthy eine kleine Biketour über den Lätten. Die Sonne lachte vom stahlblauen Himmel. Wir erfreuten uns an den farbigen Blätter der Bäume, dem saftigen Grün der Wiesen und den sommerlichen Temperaturen. Die technische Abfahrt vom Lätten war zwar gespickt mit Dornen. Dafür war der Weg furztrocken! Und nach dieser Tour musste ich mein Bike nicht einmal selber waschen und wieder auf Vordermann bringen! Schade, ich könnte jeden Tag Geburtstag feiern.

Und dann gings los in unsere kleinen Ferien nach Einsiedeln ans Iron Bike Race. Dieses Rennen ist seit 6 Jahren der krönende Abschluss unserer Bikesaison. Wir flanierten an den Ständen der Bikehersteller und bestaunten die neusten Bikes. Um 17.00 Uhr hatten wir Kohldampf. Also nahmen wir den Apéro an der Pastaparty im Festzelt. Leider hatten wir zwei Stunden später noch immer keinen grossen Hunger. So fiel dann halt das geplante Geburtstagsessen etwas weniger üppig aus als geplant. Zum Glück hatte das Dessert aber noch prima Platz. Pez bestellte einen Coupe Nesselrode, ich die Spezialität von Einsiedeln. Das sind eine Art Biber und heissen „Schafböcke“. Ich habe dummerweise „Geissböcke“ bestellt, sehr zum Vergnügen der Serviertochter.

Am Sonntag Morgen war unser Start erst um 9.10 Uhr in der letzten Gruppe von vier. Zum ersten Mal starteten wir zusammen in der Kategorie Sie+Er. Darum konnten wir regelrecht ausschlafen und das grosse Frühstücksbuffet im Hotel „Drei Könige“ in vollen Zügen geniessen.

Nach dem Startschuss war dann mein Wohlfühlwochenende aprupt zu Ende. Ab den ersten paar Metern ging es hektisch zu und her. Und in der ersten Steigung schnaufte und dampfte ich schon wie eine alte Lokomotive. Nicht aber Pez. Seine Kraft und Ausdauer ist wirklich unglaublich. So habe ich ihn dann auch sofort eingespannt. Zwar nicht wortwörtlich vors Velo. Aber er hatte alle Hände voll zu tun. In der einzigen flachen Passage gab er mir Windschatten. An den Verpflegungsposten füllte er mein persönliches Bidon. Er motivierte und trampte zwischendurch sogar für zwei. Seine obligaten Pinkelpausen konnte er diesmal ganz in Ruhe machen. Und auf dem Erinnerungsfoto lacht er wie ein Maienkäfer. Denn ich habe vor ihm fast den Fotografen über den Haufen gefahren. Aber äbe Pez, die neue Brille kann ich erst am Donnerstag abholen!

Die Kategorie Sie+Er wurde in zwei Startblöcke aufgeteilt. Der Startblock mit den grünen Startnummern. Und der letzte Startblock mit den blauen Startnummern. Wir als „alte Iron-Bike-Hasen“ mussten im zweiten Startlock starten. Im Ziel freuten wir uns über den 6. Rang in der Kategorie Sie+Er. Und noch mehr über den 1. Rang in der Kategorie Sie+Er der blauen Startnummern!

10 Minuten haben wir aufs Podest verloren. Für die Profis eine Welt. Für uns die kleine Schweiz.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Tipp: In Einsiedeln kann man Schafböcke essen, Geissböcke schon weniger! Die Bike-Strecke mit den happigen Aufstiegen Etzel, Sattelpass, Wisstanne ..und..und...hat es in sich. Das weiss Pez, er ist "früher einmal" ein grosser Teil der grossen Strecke mit einem Achti-Rad zu Ende gefahren (dass man da überhaupt noch fahren kann!), und das ohne zu fluchen, weil man das in Einsiedeln ohnehin nicht darf. Eure Sie+Er-Leistung finde ich Mega-toll. Grauliere. Bäbu.